62 % der Deutschen Bevölkerung fühlt sich von Verkehrslärm belästigt

Das menschliche Ohr stellt eine „ununterbrochene Verbindung des Organismus zur Umwelt“ (Hoffmann, von Lüpke, Maue: S.23) dar und benötigt täglich eine Erholungs- und Ruhezeit. Lärm, insbesondere Verkehrslärm, ist jedoch ein zunehmend großes Problem in Deutschland. Zahlen des Umweltbundesamtes von 2006 bestätigen, dass sich 62 % der deutschen Bevölkerung von Straßenlärm belästigt fühlen. Die Auswirkungen eines hohen Straßenlärmpegels  auf die Anwohner sind nicht zu unterschätzen: Außer psychischen Folgeerscheinungen treten bei Anwohnern von stark befahrenen Straßen auch physische Belastungen auf. So kommt es beispielsweise nachweislich zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko (vgl. Website Bundesumweltamt). Zwar sind durch technische Neuerungen bei Autos und Flugzeugen die Geräuschspitzen in den letzten Jahren zurückgegangen, der Gesamtgeräuschpegel ist jedoch angestiegen. Vielerorts existiert ein Dauerlärm, der auch nachts kaum zurückgeht (Hoffmann, von Lüpke, Maue: S.22).

Bei Neuplanungen von Straßen muss entsprechend Rücksicht auf Mensch und Natur genommen werden, sodass die täglichen Belastungen durch Lärm ein verträgliches Maß nicht übersteigen. Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsuntersuchung wird dies geprüft.

Literatur:

  • Maue, Jürgen H.; Hoffmann, Heinz; von Lüpke, Arndt 1999: 0 Dezibel + 0 Dezibel = 3 Dezibel, 7. überarbeitete Auflage, Berlin: Erich Schmidt Verlag

Online-Quelle:

Website: Bundesumweltamt

http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3203.pdf

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