Darlehenszinsrechner: Informieren und Darlehenszinsen sparen
Bevor der Verbraucher einen Kredit aufnimmt, sollte er sich gut informieren. Man kann dazu Vergleichsportale im Internet nutzen. Zu beachten ist, dass seriöse Anbieter niemals eine Vorauszahlung verlangen. Man sollte nur gleiche Laufzeiten mit identischem Rückzahlungsbeginn und den Effektivzins vergleichen. Der effektive Zinssatz enthält im Gegensatz zum nominalen Zinssatz, der immer niedriger als der Effektivzins ist, alle Kreditgebühren. Erschwert wird ein neutraler Kreditvergleich dadurch, dass fast alle Kreditgeber nur noch bonitätsabhängige Zinssätze anbieten und der Kunde seinen persönlichen Zins erst dann erfährt, wenn er dem Kreditinstitut alle erforderlichen Angaben übermittelt hat. Banken müssen in der Werbung den theoretischen Zinssatz nennen, den mindestens zwei Drittel aller Kreditnehmer erhalten, so dass für die Antragsteller dennoch eine direkte Nachfrage beim Kreditgeber unerlässlich ist.

Vor jeder Kreditvergabe prüft das Kreditinstitut die Bonität des Kreditnehmers. Es ermittelt seine Kreditwürdigkeit, das heißt, ob er in der Lage ist, das Ratendarlehen, einschließlich der Zinsen, vollständig und fristgerecht zurückzuzahlen. Im Vordergrund steht dabei die persönliche und wirtschaftliche Zuverlässigkeit. Im Rahmen der persönlichen Faktoren sind der ausgeübte Beruf und wie lange der Antragsteller beim Arbeitgeber beschäftigt ist sowie seine familiären Verhältnisse wichtig. Zusätzlich holen Kreditinstitute externe Auskünfte ein, stellen alle Einnahmen und Ausgaben des Kunden gegenüber und ermitteln so den für die Kreditrückzahlung monatlich zur Verfügung stehenden Betrag. Sie verlangen Einkommensnachweise, berücksichtigen das Vermögen und betrachten die bisherige Konten- und Schuldensituation des Antragstellers. Positiv gewertet wird, wenn der Kunde bereits ein oder mehrere Darlehen vollständig zurückgezahlt hat, dies wird aus einer Kreditübersicht deutlich, die in der SCHUFA-Datei enthalten ist. Kredite ohne SCHUFA-Abfrage bergen ein höheres Risiko und sind demzufolge für den Kunden teurer im Darlehenszins. Auch hier lohnt dann ein Darlehenszinsrechner zum Vergleich.
Der Kunde kann selbst überprüfen, welche Daten über ihn bei der SCHUFA gespeichert sind. Dazu fordert er eine Bonitätsauskunft per Post oder Internet an. Diese enthält zwei Dokumente: eine umfangreiche Selbstauskunft mit allen Daten zu den von der jeweiligen Person aufgenommenen Krediten, Bonitätsmerkmalen und den erfolgten SCHUFA-Anfragen sowie eine Verbraucherauskunft. Diese SCHUFA-Verbraucherauskunft kann ein Dritter (Vermieter, Arbeitgeber) erhalten, der mit dem Kreditantragsteller vertraglich in Kontakt treten will. Sie enthält nicht die gesamten Details der SCHUFA-Auskunft wie Laufzeit, Rate und Kreditgläubiger, sondern nur allgemeine Aussagen, dass bisher alle Darlehen ordnungsgemäß bedient wurden oder ggf. negative Einträge (Insolvenz, Zahlungsrückstände, Kreditkündigungen).

Bei Kreditablösungen bzw. Umschuldungen werden ebenfalls SCHUFA-Anfragen vorgenommen und geprüft, ob die Tilgung des Kredites aus dem laufenden Einkommen des Kreditnehmers gesichert ist. Die Kreditablösung muss nicht mit einem neuen Darlehensvertrag einhergehen wie die Umschuldung, sondern sie kann unter Beachtung der Rückzahlungsfristen zur vollständigen Kredittilgung führen. Das ist dann der Fall, wenn der Darlehensnehmer den Kredit mithilfe von eigenen Mitteln, einer Erbschaft oder eines Gewinnes komplett ablöst und danach schuldenfrei ist. Bei einer Umschuldung hingegen übernimmt entweder eine andere Bank das bestehende oder sie gewährt ein höheres Darlehen. Es kann auch bei der gleichen Bank ein Kredit mittels kleinerer Raten und längeren Laufzeiten, mit Hilfe zusätzlicher Sicherheiten und der Aufstockung der Kreditsumme umgeschuldet werden. Eine Umschuldung macht dann Sinn, wenn dadurch teure Darlehen durch zinsgünstigere abgelöst werden oder eine drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet wird. Dabei ist es erforderlich, die Restkreditsumme zu ermitteln und die Rückzahlungssumme insgesamt zu vergleichen, damit sich die Umschuldung auch für den Kreditnehmer lohnt. Zu berücksichtigen sind bei Umschuldungen alle Bearbeitungsgebühren, die Kosten für Sicherheiten sowie Vorfälligkeitsentschädigungen für die Bank, bei der der Kredit abgelöst wird. Genaues Rechnen hilft, damit die Kosten der Umschuldung nicht höher sind als die Zinsersparnis.
Hat man einmal unbedacht einen Kreditvertrag unterschrieben, kann man den Kredit innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen schriftlich widerrufen. Die Widerrufsfrist für alle Verbraucherkredite beginnt erst zu laufen, wenn der Vertrag geschlossen wurde und der Verbraucher alle gesetzlich vorgegebenen Informationen über die Wahrnehmung und die Folgen des Widerrufs erhalten hat.

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